Rückfragehinweis:
Dr. Roswitha Eder
NTÖ – Nachhaltige Tierhaltung Österreich
Dresdner Straße 89/18
1200 Wien
Tel.: 01/ 334 17 21 – 37
E-Mail: eder@rinderzucht.at

Zum Weltbauerntag: Wertschätzung für unsere Nutztierbranche

Nicht nur am 1. Juni, dem Weltbauerntag und Weltmilchtag, sollten die heimischen Bäuerinnen und Bauern und ihre erzeugten Produkte im Mittelpunkt stehen. Die tierhaltende Landwirtschaft, die fast 47% der gesamten österreichischen landwirtschaftlichen Produktion abdeckt, leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Österreich. Die Konsumentinnen und Konsumenten erhalten regionale Produkte bester Qualität auf ihren Tellern, die unter höchsten Tierwohl-, Umwelt- und Produktionsstandards erzeugt werden. Die österreichischen Eier und Milch stammen aus 100% gentechnikfreier Fütterung, der Qualitätssicherung von Fleisch, Eiern und sämtlichen tierischen Produkten wird größtes Augenmerk verliehen. Tierwohl und Tiergesundheit stehen an oberster Stelle.

Die Bäuerinnen und Bauern leisten neben der Produktion von Lebensmitteln einen entscheidenden Beitrag für die Grünlandbewirtschaftung und Landschaftspflege. Diese sind ein wesentlicher Garant für den Erfolg der heimischen Freizeit- und Tourismuswirtschaft.

„Die Krisenzeiten der letzten Jahre, wie Corona oder der Ukraine-Konflikt, haben den Konsumentinnen und Konsumenten in verstärktem Ausmaß gezeigt, wie die österreichischen Bäuerinnen und Bauern für das tägliche Essen sorgen“, betont Josef Fradler, Obmann des Vereins Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ).

Es braucht faire Abgeltung

Der wirtschaftliche Druck auf unsere tierhaltende Landwirtschaft in Österreich wird aber immer stärker. Massiv gestiegene Futter- und Energiekosten, Umwälzungen auf den internationalen Agrarmärkten, Inflation sowie politische und gesellschaftliche Veränderungen belasten unsere heimischen Betriebe enorm. „Eine entsprechende Anpassung der Abgeltung für die bäuerlichen Produkte ist für die Existenz unserer kleinstrukturierten Familienbetriebe vonnöten“, fordert Josef Fradler. „Gerade hier braucht es ein gutes Zusammenspiel zwischen den Bäuerinnen und Bauern sowie den Konsumentinnen und Konsumenten mit dem Verständnis, dass die produzierten Produkte einen Wert haben und diese auch bezahlt werden müssen.“ Diese Partnerschaft, auch in Verbindung mit den Verarbeitern und dem Handel, ist mehr denn je gefragt. Es braucht das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in die heimische Produktion, damit diese weiterentwickelt werden kann.

Neben der entsprechenden fairen Abgeltung der heimischen Lebensmittel fordern die Vertreter des NTÖ eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bis hin zur Gastronomie. Die sichtbare heimische Landwirtschaft in der Werbung gibt es dann auch auf dem Teller.

Über den NTÖ

Die Rinderzucht Austria, der Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS), der Österreichischer Bundesverband für Schafe und Ziegen (ÖBSZ), die Zentrale Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG) sowie die Arbeitsgemeinschaft Rind (ARGE Rind) und Pferd Austria haben 2016 den gemeinsamen Dachverein „Nachhaltige Tierhaltung Österreich“ gegründet. Damit sollen gemeinsam die Interessen der Tierhalter:innen aller Sparten vertreten und agrarpolitische Themen koordiniert behandelt werden. www.nutztier.at