Rückfragehinweis:
Dr. Roswitha Eder
NTÖ – Nachhaltige Tierhaltung Österreich
Dresdner Straße 89/18
1200 Wien
Tel.: 01/ 334 17 21 – 37
E-Mail: eder@rinderzucht.at

Heimische Produkte sorgen für Versorgungssicherheit

Anlässlich des Welternährungstages fordert Josef Fradler, Obmann des Vereins Nachhaltige Tierhaltung Österreich, erneut eine rasche Umsetzung einer verpflichtenden und praxistauglichen Herkunftskennzeichnung, von der Gemeinschaftsverpflegung bis hin zur Gastronomie.

Die bäuerlichen Familienbetriebe leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Österreich. Um die Produktion im Inland zu erhalten und eine krisensichere Versorgung langfristig zu gewährleisten, braucht es seitens der Abnehmer ein klares Bekenntnis zur österreichischen Landwirtschaft und deren Produkte. Aus diesem Grund ist eine umfassende Herkunftskennzeichnung bis hin zur Gastronomie notwendig, um einen transparenten Produktionsweg für die Konsumentinnen und Konsumenten zu gewährleisten.

Faire Abgeltung der bäuerlichen Produkte

Die Umsetzung hoher Produktions- und Tierwohlstandards sowie die gestiegenen Kosten für die Produktion verlangen eine entsprechend faire Abgeltung seitens der Konsumentinnen und Konsumenten. „Durch den Import von billigen Waren ist nicht nur die Versorgungssicherheit mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln in Gefahr, sondern die Existenz und der Bestand unserer kleinbäuerlichen Struktur“ unterstreicht Josef Fradler. „Eine Aufgabe der heimischen Landwirtschaft ist die tägliche Versorgung mit besten Lebensmitteln, die durch Umsetzung höchster Umweltstandards produziert werden“, so Johanna Prodinger, Geschäftsführerin NTÖ. „Auch der Erhalt unserer einzigartigen Kulturlandschaft wird durch die heimischen Bauernfamilien sichergestellt. Damit einher gehen auch tausende Arbeitsplätze in den vor- und nachgelagerten Sektoren in den ländlichen Regionen. Gleichzeitig ist die Landwirtschaft ein Garant für eine erfolgreiche Tourismuswirtschaft.“

„Angesichts der hohen Erwartungen und Ansprüche an die Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion brauchen unsere Betriebe auch die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln. Insbesondere jene, die beim Stallbau auf besonders hohes Tierwohl setzen, sind oft mit Anrainerbeschwerden und langwierigen Genehmigungsverfahren konfrontiert. Hier muss es Erleichterungen für Landwirte und Landwirtinnen geben, die uns auch in Zukunft noch mit Lebensmitteln versorgen wollen“ schließt Josef Fradler ab.

Über den NTÖ

Die Rinderzucht Austria, der Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS), der Österreichischer Bundesverband für Schafe und Ziegen (ÖBSZ), die Geflügelwirtschaft Österreich sowie die Arbeitsgemeinschaft Rind (ARGE Rind) und Pferd Austria haben 2016 den gemeinsamen Dachverein „Nachhaltige Tierhaltung Österreich“ gegründet. Damit sollen gemeinsam die Interessen der Tierhalter:innen aller Sparten vertreten und agrarpolitische Themen koordiniert behandelt werden. www.nutztier.at